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    30 mei

    在童年的屋檐下

    还是决定要拆了。不止一次从父母那里听到这个消息。昨天网上碰到哥哥,同样的事情又说了一遍。我显得有点冷漠,仿佛事不关己,说知道了。其实不敢回忆那个地方太多,不然怎么也冷漠不起来。哥哥说拍了很多胶卷,其中还有我小时候写的字。我心里笑了一下,那一定是家后窗的墙壁上的两句诗吧,还是用毛笔歪歪扭扭“题”上去的:前峰月照半江水,僧在翠微开竹房。旁边还有妹妹用同一支毛笔画的一只猪,大概是出于对我的不堪的字迹的嘲讽而作。那年我和哥哥也只有八九岁的光景罢,妹妹六七岁。

    那是一座很有气派的四合院,位于白鹭洲的青色马头墙外。近处有有名的乌衣巷。沿着乌衣巷走到头,就是更有名的夫子庙,以及十里秦淮。现在想起这些,真是恍如隔世。这四合院是母亲的祖父,也就是我的曾外祖父于20年代建的。据说是曾外祖父亲自设计,有“中西合璧”的风格。与通常的大宅院一样,它有朱漆的大门。这大门到了我的年代,已经全然没有朱红的鲜艳,饱经风霜的木版上只留有些许暗红的痕迹。门里边首先是一左一右两个厢房,映入眼帘的却是一条道路,直通大院的主体建筑,一座二层的洋楼。道路的两边镶有两排整齐的冬青树。这道路就是整个大院的对称轴。它的两边,也就是被冬青树隔开的地方,是两个花园。右边种有桂树和梅数,左边是梧桐、枇杷树和葡萄藤。左边另外还有一棵巨大的树,我已经不知道它的种类,它的树冠似乎把两个花园都覆盖了。除了树木,满地都有花草。我印象最深的是右边花园里的一丛蓝色的花,每到春天就开得很鲜艳很放肆。

    主路的尽头是四级台阶。这台阶也见证了我的成长。我在很小的时候,是不敢从最高那级台阶上直接跳到路上的。于是先从两级开始跳,之后是三级,后来再长高了一点,终于也可以从最高级跳了。这四级台阶连着一个平台,平台的尽处就是洋楼的正门了。

    对这个洋楼,我的回忆不甚多,因为父母都住在左边花园的最里面、靠着大院围墙的一间独立的厢房里。正门里面首先是一个很大的很像大堂的空间,似乎堆着各种类似家具的杂物。大堂的左右对称着两个大一点的房间。妹妹一家住在左边那里,右边住着我外公的兄弟一家。大堂正对面的墙壁的左右也有开口,左边的开口里面是哥哥一家,右边的开口是一过道。走进过道,一转身就是一条楼梯。二楼我是很少去的。记得那里有两个很敞亮的老虎窗,可以把全院的风景尽收眼底。

    过道尽头是洋楼的后门,下了几级台阶后是一条石板铺的小巷。小巷其实很长,它左拐,绕过整个洋楼,直通刚才说的左花园。小巷的旁边有两间独立的屋子。大的那间属于妹妹家,被用作厨房和餐厅。小的那间还用一道带门的墙遮掩着,那属于我家的厨房兼餐厅。旁边,在整个院子最深的角落处,还有一个天井。父亲在那里养过鸡,清晨常常能摸出几个鸡蛋。

    不同与哥哥和妹妹。我大约三岁时才从生我的稽山鉴水经过10个小时的跋涉来到那里。那时我家的屋子似乎还没有“装修”完。依稀记得父亲和叔叔(其实是姨夫,叫习惯了)在梯子上用纸糊天花板。那纸上还有密密的字迹,大约是父母在大学里用功的产物。屋子被均分为两间,里面那间就是卧室。门正对着左花园,门前是一条与屋等宽的顶上铺有石棉的走廊。我的一个很大的乐趣就是,下雨天搬个小凳子坐在走廊上,看着被瓦片梳好的条条雨柱从屋顶上倾泻下,再听听那雨水与石板以及地上的瓦片的清脆的撞击声。、

    与哥哥妹妹在花园里玩耍自然是每日的必修课。利用花园里堆放在地上的砖瓦和煤球做各种实验,可惜它们不比轻巧的积木,实在很重。还有就是在泥地里用外面捡来铲子挖几条相通的沟,每逢下雨,沟里就哗啦啦流着水。此外,弹珠和陀螺也是必不可少的。到了秋天,大人门就把花园里的落叶扫到一处,放一把火烧了,我们的乐趣就是看着火苗的跳动,一面不断为它添加新的叶子,一面用小棍儿之类在灰烬里面捣来捣去。

    大院大门的正对面,是另一个大院。我记得那里有一个姓宋的小姐姐,和她的奶奶一起住,很聪慧的模样,常常带我们进去玩纸牌。著名的“七令二五三”,就是她教会我的。那个大院的左边是一个二层小楼,住着一高一矮两个小哥哥,总是欺负我们。

    到了我上小学的时候,发生了一些变故。首先对面的几户人家都要被拆迁。于是,两个小哥哥和姓宋的小姐姐都搬走了。可惜那时大家都不懂事,互相连再见也没说。之后,外公的兄弟打算举家迁往上海。大院被残酷得一分为二,那一半,包括中轴路、洋楼的大堂和整个右半边,都卖给了另一家。冬青树被拔光了,在原来左边那排的位置建起了一道隔墙。当时大人们是否感到很遗憾,我不知道,然而即便只剩下小半个花园,也照样是孩子们的乐园。大人们后来把那棵巨大的树砍了,腾出更多的空间。秋天,我们照样可以烧火,其它各种游戏也毫无阻碍地进行着。舅妈那时开始钻研起花的栽培。于是隔墙的墙角处出现了一排盆栽,以及一棵小石榴树。

    那时哥哥和妹妹家里都养猫,妹妹家偶尔还养乌龟、鸟或者兔子之类。我无比喜爱那些猫,常常逗它们玩,研究它们的脾气。再大一些的时候,我自己还去白鹭洲捉些蝌蚪来养着。后来这些蝌蚪大多顺利变成了癞蛤蟆,被我放到院子里捉虫去了。

    小学时的我是极其好客的人。放学后总要拖几个同学到家里玩,要么就结伴去白鹭洲探险。哥哥偶尔也把他的同学拉过来。当时大家都喜欢打乒乓球,于是哥哥就做用木版和石墩做了一个球台,大家可以轮番厮杀一番。这球台一直保存到我小学毕业,几乎每天都用得着,真是太开心了。有同学问我为什么那么无忧无虑。那时不明白,现在想来,童年在这样的屋檐下成长,哪里会有什么阴霾呢?

    小学毕业后我就随父母搬到楼房里去了。而妹妹一家在两年之前就搬走了。哥哥一家却在那里一直坚持到今年。周围的平房大院已经悉数拆除,只剩下这曾外祖父留下的遗产,孤零零地躲在如今已经迅速发展的起来的城市的发黄的旮旯里面。直到如今,开发商们再也不能容忍这文物横在他们的金碧辉煌的大厦中间了。

    父辈们做了努力,还是没有能够保住它。在和父母的电话中,我淡淡地说,要拆就拆吧。

    其实我很怀念。在这里用文字回忆回忆,可以使我不会感到太多伤感。我远在千里之外,我不能为它做什么;既然现实是这样,还不如就欣然接受。因为对我而言,那大院子的地基,早已不在那块地方,而在我记忆的最深处了。

    母亲说说不定有图纸保存在档案馆里面。我作为未来的建筑师,把它找出来并加以研究的责任义不容辞。也许哪一天会把它做成一个模型,在家族里面供着,仿佛一个神龛,把童年所有的美好都寄放进去。

    21 mei

    Über die Musik, aus einem Brief an einen Freund

    ......

    Der grundlegene Unterschied zwischen der chinesischen traditionellen und der westlichen klassischen Musik besteht in der Zielsetzung, d.h. was die jeweilige Art der Musik uns erbringt. Unter Kunst verstehen wir eine andere Welt, die durch Schaffen der Künstler uns eröffnet wird. Dieses Bemühen strebt die Realisierung eines Zugangs an, der uns in diese Welt führt und ihre Schönheit darbietet.

    Die chinesische Musik verheißt eine künstlerische Welt, die aber außer der Musik selbst existiert. Mit einem anderen Wort, diese Welt ist immer da, die irgendwie durch Kunstschaffen erschlossen wird. Diese Kunst muss nicht unbedingt Musik. Durch Malerei oder Dichtung gelangt man in die gleiche Welt und in diese Welt zu gelangen, ist das Ziel der chinesischen Musik, dessen Mittel diverse sind. An diesem Ziel soll der Hörer die Musik an sich vergessen und sich als Individuum in der durch Musik angedeuteten oder artikulierten Welt auflösen. Und diese wunderbare Welt heißt auf chinesisch „Yijing".

    Deswegen sind die meisten chinesischen Musikstücke poetisch betitelt. Zum Beispiel, „Chun Jiang Hua Yue Ye" oder „Gao Shan Liu Shui". Die Titel geben Hinweise an, in welche Richtung die Einbildungskraft gehen sollte und somit wird die Findung des Zugangs von „Yijing" enorm erleichtert. Dasselbe „Yijing" findet man wahrscheinlich in einem Gedicht oder einer Tuschmalerei. Die beiden können selbstverständlich viel konkreter darstellen als die Musik, die aber mehr Einbildung und Tiefe der Affekte ermöglicht. Trotzdem müssen die abstrakten Empfindungen zu konkreten Objekten sedimentiert werden, weil der Titel selbst die Abstraktion einschränkt. Darum möchte ich sagen, dass die künstlerische Errungenschaft der chinesischen Musik immerhin dem weltbekannten Erfolg der Malerei und Dichtung unterlegen wäre. Ohne konkrete Objekte zu fassen, bleibt der Genuss von der chinesischen Musik beinahe umsonst. Sie ist zu abhängig von bestimmten Images, ohne bessere Darstellungsmöglichkeiten zu haben.

    Wir bleiben in Hinsicht der künstlerischen Welt und kommen nun zu der westlichen klassischen Musik. Vor allem werden wir einsehen, dass die westliche Musik eine autarke Gattung für sich ist. Obwohl es zahlreiche Stücke gibt, insbesondere in der Ära der Romantik, die einen lyrischen oder epischen oder dramatischen Hintergrund aufweisen, z.B. sinfonische Dichtungen oder Konzertouvertüren, kann sich die westliche Musik doch als ein unabhängiges Reich behaupten, das seine eigenen Grenzen hat. Die Zielsetzung der westlichen Musik besteht einfach in sich selbst. Durch Musik wird Musik geschaffen, eine meistens rein musikalische Welt, die aus Folgen, Bewegungen und Modulationen der Tönen zusammengebildet ist. Durch andere Künste findet man nie direkte Zugänge. Der Klassizismus hat die Grenzen aller Künste streng vorgeschrieben, und die klassischen Komponisten wie Haydn und Mozart haben nur reine Musik gemacht. (Hiermit wird Oper als eine andere Kunst, die aus Kopulation von Musik und Dramatik entsteht, seperat betrachtet.) Die Romantik wollte alle Grenzen aufheben und Musik in Literatur oder Gemälde aus Tönen umwandeln. Da hat die westliche Musik allmählich auch „Yijing" gefunden und der Impressionismus, der sich durch Rezeption der asiatischen Künste entwickelt hat als Nachfolge der Romantik gilt, trieb „Yijing" der westlichen klassichen Musik aufs extreme. Danach ging die gesamte klassische Musik als eine historische Periode unter, weil die damals noch gängigen Darstellungsmittel, die von Regeln der reinen Musik herrühren, die künstlerischen Anforderungen der eingedrungenen unmusikalischen Komponenten nach und nach nicht erfüllen konnten. So musste das System der klassischen Musik zerlegt werden, oder in unterschiedliche Ausgangspunkte bzw. Aspekte (Polyphonie, Harmonie, Rhythmus, Tonhöhe, Tonart, Tonfarbe, Instrumentation etc.) und sogar ihre Ursprünge reduziert werden, damit alles neu konstruiert wurde. Deshalb hat das 20. Jahrhundert die meiste Diversität erlebt wie noch nie.

    Oben wurde ein wesentlicher Widerspruch der westlichen Musik dargelegt, nämlich der Widerspruch der Grenze einer Kunst. Da wirken immer zwei entgegengesetzte Instinkte. Der eine will eine klare Ordnung mit vernünftig definierten Grenzen vorschreiben, der andere will Grenzen abschaffen und alles mit allem verbinden. Die chinesische Musik hat diesen Widerspruch nicht und folgt nur dem letzteren Instinkt. Die Größe und Zeitlosigkeit der westlichen klassischen Musik sind hauptsächlich dem ersten Instinkt zu verdanken. Die größten Komponisten (nun ausschließlich Opernkomponisten), Bach, Haydn, Mozart, Beethoven und Brahms, haben sich alle an die Regeln der reinen Musik gehalten.

    Die geheimnisvolle Schönheit der reinen Musik besteht nicht in Einbildungen oder Assoziationen, die unbedingt unmusikalische Elemente einbeziehen, sondern in einem zweiten Widerspruch, nämlich dem Widerspruch zwischen dem Harmonischen ( z.B. Konsonanzen) und dem Unharmonischen (z.B. Dissonanzen). In einer klassischen Symphonie wird dieser Widespruch deutlich dargestellt (in Motiven, Tonalitäten etc., überall durchdrungen), entwickelt (oder besser formuliert: gestrikt) und schließlich gelöst.

    Die antiken Griechen haben schon entdeckt, dass bestimmte Konstellationen der Töne einen zu Wohlgefühl anregen und einige andere Konstellationen einen in innere Unruhe setzen. Daher kommen das Harmonische und das Unharmonische. Diese Regeln gelten für alle Menschen und gehören zur menschlichen Natur. Sie bilden den Ausgangspunkt der Musik der westlichen Zivilisation. Der christliche Glauben hat den Widerspruch zwischen dem Harmonischen und dem Unharmonischen nochmal bekräftigt, ausgehend davon, dass die Menschheit das Abbild der Gottheit sei und durch das Harmonische man das Göttliche erreichen könnte. In dem Mittelalter und der Renaissance wurden in der sakralen Musik die Dissonanzen verboten, weil die einen verführen könnten wie Teufel. Tatsächlich besteht der Reiz der westlichen Musik darin, dass sich das Harmonische und das Unharmonische immer wechseln und gegenseitig überwinden.

    Um diesen Reiz zu verschärfen, müssen mehrere Aspekte berücksichtigt werden, damit ein spannendes Musikstück überhaupt konzipiert und konstruiert wird. Die Höhe, die Länge, die Häufigkeit und der Bezug, überhaupt jede Eigenschaft jedes Tones sind durchdacht. Um das ganze Werk nachvollziehbar zu konstruieren, muss noch eine klare, maßgebende Ordnung dasein. Gemäß dieser Ordnung wird ein Stück in Stimmen, Sätze, Abschnitte und Module unterteilt. Aus Bezügen der einzelnen Bausteine entwickelt man verschiedene Ordnungssysteme (Polyphonie/Harmonie, Dur/Moll, Fuge/Sonate/Variation/Rondo usw.), die unterschiedliche Konstruktionsprinzipien befolgen. Am Ende der Komposation entsteht eine Partitur, die einen Überblick über alle Inhalte und ihre Relationen gibt.

    Die chinesische traditionelle Musik hat auch ihre eigene Partitur. Bei Jianzi-Pu für Qin findet aber z.B. keine Information über Rhythmus. Der Qin-Spieler kann frei interpretieren. Partituren der westlichen Musik erlauben leider nicht viel Freiraum. Zwar haben Dirigenten und Spieler alle eigene Stile. Die unterscheiden sich aber fast nur in subtilen Feinheiten.

    Philosophie spielt für die Musikkulturen auch eine bedeutende Rolle. Die besten chinesischen Stücke sind fast alle taoistisch gefärbt und halten sich von dem Irdischen heraus. Musik begreifen zu können, war im chinesischen Altertum ein Zeichen für sehr hohe Bildung. Die westliche Musik legt Wert auf die Entfaltung der perfekten Menschlichkeit und neigt zur Abstraktion, damit allgemeine Menschlichkeiten in einem Stück zusammengefasst werden, das alle anspricht. Die Welt, die uns die reine westliche Musik eröffnet, ist eher eine abstrakte, ohne jegliche bestimmte Images.

    Darüber hinaus gibt es noch jede Menge Unterschiede zwischen der chinesischen traditionellen und der westlichen klassischen Musik. In kurzer Zeit bin ich nicht in der Lage, alle relevanten Punkte einfallen zu lassen.

    ..... 

    Ein Nachwort zu der westlichen Malerei. Diesen Bereich überfliege ich viel weniger. Trotzdem möchte ich dir zwei Maler empfehlen, deren Werke du dir mal ansehen könntest. Der eine ist Caspar David Friedrich, ein großartiger deutscher Maler der romantischen Zeit. Sein Stil ist sehr nah an der chinesischen Tuschmalerei. Der andere ist M.C. Escher, Holländer, moderner Maler und lebt vielleicht noch. Seine Werke sind wie Zaubereien und ich kann mir nie vorstellen, dass ein traditioneller Chinese solche Fantasien auf solche Art und Weise ausmalen kann.

     
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